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Endlich

Sorry, dass ich so lange nichts geshcrieben habe, aber bei mir ist in letzter Zeit viel passiert. Ich habe meine schlechteste Mathearbeit geschrieben, habe gefeiert und geweint. Aber von vorne:

In zwei Wochen Praktikum habe ich enddeckt, dass es einen Sinn gibt in all der Arbeit. Ich habe nie verstanden, warum wir Menschen arbeiten, um Geld zu verdienen, um zu leben und weiterzuarbeiten. Aber es gibt Arbeit, die Spaß macht, die einen Sinn ergibt. Das ist wichtig.

Und ich habe eine Party gefeiert. Zwei meiner besten Freunde hatten Geburtstag und ich habe mitgefeirt und mitgerunken. Was andere als nicht erstrebenswert empfunden wird, war für mich ein Schritt in eine bessere Zukunft. Ich habe mich nicht hemmungslos betrunken, ich habe insgesamt höchstens eineinhalb Bier gehabt. Aber ich habe mich auf eine Party, auf meine Freunde und den Spaß, den sie haben, vollkommen eingelassen, ich habe nicht geblockt, habe mich nicht an den Rand gestellt. Es war kein Gruppenzwang um das klarzustellen. Ich habe mich gehen lassen, im positiven Sinne.

Und natürlich ging es mir nicht immer gut. Eigentlich ging es mir größenteils schlecht. ABER ICH KANN EINE STATIONÄRE THERAPIE MACHEN!!! Ich bin auf die Warteliste aufgenommen worden und in 4-6 Wochen dürfte es  so weit sein. Obwohl es echt hart war, mit meinen Eltern zur ambulanten Vorbesprechung zu gehen, und obwohl beide starke Zweifel gegenüber einer solchen Therapie hegen bin ich echt erleichtert, diesen Schritt gegangen zu sein.  

14.3.13 18:05


Meine beste Freundin..

.. ist mir abhanden gekommen. Ich sehe sie nur noch in der Schule und da auch meistens nur vom anderen Ende des Raumes aus. Sie kennt all meine Geheimnisse und Probleme, aber sie scheint mich zu vergessen. Mein Termin in der Klinik ist in einer Woche und ich hatte noch keine Gelegenheit, ihr davon zu erzählen. Alles geht drunter und drüber bei mir, aber ich schließe sie aus dem Chaos aus. Denn ich weiß nicht, ob sie das alles eigentlich wissen will. Ich glaube, dass sie unterbewusst Angst hat, mit mir unterzugehen. Sie will feiern, Spaß haben und durchdrehen, trinken, lachen, küssen. Aber ich kann sowas im Augenblick nicht. Ich muss andere Krisen bewältigen als die der Pubertät. Also trennen sich unsere Wege. Sie haben sich sogar schon getrennt. Ganz langsam, aber es wird nicht mehr lange dauern und dann kennen wir uns nicht mehr.
4.3.13 22:21


Der Unterschied zwischen Mensch und Tier

Wie weit gehen die Menschen auf dieser Welt, um schön auszusehen? Es ist absolut krank. Warum scheint es keine Kultur auf dieser Welt zu geben, in der Frauen mit Normalgewicht, den gängigen Proportionen des Ortes und ohne Schmerzen schön aussieht? Warum streben wir Menschen automatisch alle das an, was wir nicht haben?

 http://de.lifestyle.yahoo.com/blogs/life-and-harmony/xxl-po-oder-mini-fu%C3%9F-sch%C3%B6nheitsideale-der-welt-161937985.html

 

Was ist der Unterschied zwischen Mensch und Tier?

Nur der Mensch hat die Möglichkeit, sein Aussehen und seine Instinkte in Frage zu stellen und ist mit einem augeprägtem Hang zum Selbstzweifel ausgestattet.

3.3.13 12:30


Okay..andere Sichtweise

Ich schreib die ganze Zeit, wie es mir so geht, wenn ich gerade seeehr viel gegessen habe. Aber hast Du Dir schon mal Gedanken darüber gemacht, was Deine Worte für Auswirkungen haben können? Erstes Vorurteil: "Die isst nichts, die hat doch Bulimie!" Nein!? Mädels mit Bulimie essen, die die nichts essen sind Magersüchtige, großer Unterschied! Zweites Vorurteil:"Die will sich ja nur ins Rampenlicht stellen." Nein! Ein Mädchen mit einer Essstörung hat immer ein ernstes Problem. Sie will sich nicht wichtig machen, sie will sich teil sogar eher unsichtbar machen. Und dann diese Gerede immer:" ja und die is' bestimmt magersüchtig, die is' ja so hamma dünn.." Nicht jeder der dünn ist, ist magersüchtig. Und keiner der magersüchtig ist, braucht so ein abfälliges Gerede. Essstörungen werden in der jetztigen Gesellschaft leider schlecht bewertet, als Modelwahn wargenommen, der nur die befällt, die einfach nicht wissen, wann man besser aufhört. Und ständig werden Kalorien gezählt. Freundinnen setzten ihre Freundinnen unter Druck, indem sie gemeinsame Fastenzeiten vorschlagen oder so lange über Fett reden, bis die andere sich auch irgendwann zu dick fühlt. Ständig hört man Kommentare wie: "tja, du bist einfach zu fett.."oder" nimm mal ab!", die fast nie ernst gemeint sind, von Menschen mit geringem Selbstbewusstsein aber ernst genommen werden. Auch eigentlich selbstbewusste Frauen können damit in die Siäten-Falle gelockt werden. Keine traut sich mehr, vor anderen Schokolade zu essen oder sich eine zweite Portion Nudeln zu nehmen. Kohlenhydrate werden verpöhnt - dabei sollten sie 50-60% unseres Tagesverbrauchs abdecken. "Ich bin sooo satt", ist ein Satz den selbst sehr junge Mädchen schon nach einem Salatteller üben. Es ist ein Teufelskreis und alle werden mit reingezogen. Dabei wären wir doch alle schlank, wenn wir normal essen würden. Auf jeden Fall kann ich sagen, dass dieses ständige Gerede ums Essen und Kalorien verdammt schwer für jemanden ist, der gerade versucht all das zu vergessen und eine Essstörung hinter sich zu bringen.
1.3.13 22:26


Praktikum

Alles läuft prima. Ich absolviere mein Paktikum, werde ernst genommen und akzeptiert, bekomme Aufgaben und Lob, darf mir meine Arbeitszeiten selbst einteilen und komplett eigentändig sein. Wenn ich Fragen habe, stelle ich sie und je mehr Fragen ich stelle, desto mehr scheine ich in der Achtung der anderen zu steigen. Insofern..alles super. Aaaaber: Ich habe keine geregelten Mahlzeiten. Ich frühstücke morgens alleine, habe keine feste Mittagspause und niemanden, der mit mir isst, geschweige denn der darauf achtet, dass und was ich esse. Gestern Mittag habe ich nicht gegessen, nur um Nachmittags eine unendliche Fressattacke zu haben. Heute morgen wurde ich dann doch von meinem Vater gefahren, der mich in eine Bäckerei reinbuchsiert hat, damit ich mir was zu essen mitnehme. Das habe ich dann auch gegessen. Als ich dann aber wieder für eine Stunde zu Hause alleine war, musste das Nutellaglas herhalten. Keine Ahnung, wie ich diese Unregelmäßigkeiten 2 Wochen lang aushalten soll. Denn wenn ich weiß, wann ich kit wem was esse, komme ich damit klar, solange ich wirklich nur das esse, was ich mir vornehme. Aber mit so einem ungewissen Tagesablauf komme ich nicht klar. Heute in 2 Wochen habe ich endlich meinen Termin in der Klinik!
26.2.13 21:11


Kleiner Dank+ Reflexion

Hey Ally, hey Lillith!

Danke, eure Kommentare bedeuten mir Viel.

Klar habe ich irgendwie Angst vor dem Termin in zwei Wochen. Was wird man mich fragen? Werden sie mich überhaupt aufnehmen? Wie lange würde dann meine Wartezeit?

Größer als die Angst ist aber die Hoffnung. Ich hoffe, durch einen Klinikaufenthalt etwas ändern zu können. Ich hoffe einen Grundstein legen zu können, für eine gesunde und stabile Zukunft, ich hoffe, Selbstbewusstsein zu gewinnen. Auch hoffe ich, so eine Art Statement setzten zu können: "Hey Leute, mir geht es nicht gut, ich brauche Hilfe." Vorallem bei meiner Familie. Dabei geht es mir nicht um Mitleid, auch nicht darum, dass man mich mit Samthandschuhen anfässt. Eher darum, dass generell die Leute in meinem Umfeld sich vielleicht ein paar Gedanken machen und sich selbst fragen, was ihnen im Leben eigentlich wichtig ist, wirklich die Figur?

Und ich hoffe nicht nur normal essen zu können, sondern auch, aus meinem Stimmungstief wieder rauszukommen. Wenn ich einem Online-Test glauben soll, leide ich unter starken Depressionen. Und auch wenn so ein Computer mit Multiple-Choice Fragen nicht in mein Innerstes sehen kann und es mir vielleicht nicht ganz sooo schlecht geht, merke ich doch, dass es mir auch nicht gut geht. Das möchte ich ändern.

Natürlich habe ich Angst vor den Anderen, vor ihren Gedanken und Lästerattacken oder vielleicht noch schlimmer ihren *wir-haben-dich-so-lieb-obwohl-du-uns-immer-egal-warst* Bezeugungen. Aber ich möchte einfach, dass es bei meiner Entscheidung nur um mich geht.

19.2.13 20:44


Bin heute zu Hause geblieben..

..um zu (fr)essen, zu kot*** und zu heulen. Okay, ich bin nicht wirklich in der Absicht zu Hause geblieben, das zu tun. Ich bin zu Hause geblieben, weil es mir scheiße ging, weil mein Kopf wehtat und ich mich erholen wollte, bevor ich diese Woche noch zwei Arbeiten schreibe und nächste Woche ein Praktikum mache.

Fakt ist aber, dass ich mich mit einem zweiten Früstück und ner Tasse Kaffee vor eine DVD gesetzt habe. Dann mit einer Tasse Kakao vor die nächste DVD. Und schließlich mit einer Tasse heißer Milch mit Honig und mehreren Broten vor noch einer DVD. Es war nicht das schlimmste, was ich je gegessen habe. Für einen Anfall war das wahrscheinlich erstaunlich wenig. Kopfschmerzlösend und Bauchentspannend ist aber was anderes. Und jetzt wollte ich mich mit Tanzen auflockern, was in einem Heulkrampf geendet hat, wie so oft in letzter Zeit. 

Ich weine, wenn es mir schlecht geht. Ich weine, wenn es mir eigentlich gut gehen sollte. Und ich weine, wenn ich noch nicht mal weiß, warum ich weine.

Und jetzt fühle ich mich auch noch wie eine Schulschwänzerin. Dabei ging es mir wirklich schlecht. Ich habe sogar Nasenspray und eine Kopfschmerztablette genommen. Ich hatte wirklich vor, mich auszukurieren. Aber offensichtlich bin dazu nicht in der Lage.

Heute in genau zwei Wochen habe ich meinen ambulanten Vorstellungstermin für die stationäre Aufnahme. Ich kann nicht mehr.

19.2.13 12:39


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