Für ein Leben ohne Bulimie
 



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Wieder draußen!!

Nach genau 8 Wochen und 5 Tagen in der Klinik bin ich seit Samstag morgen nun wieder raus.

Und mir geht es ein Stück weit besser. Ich esse 6 Mahlzeiten am Tag, also sehr regelmäßig und gut auf den Tag verteilt, was mich vor FAs bewahren soll. Erbrochen habe ich mich noch öfter in der Klinik, aber insgesamt bin ich mit der Frequenz runtergegangen. Und, was auch wichtig ist: Ich sehe das nicht als versagen, wenn ich erbreche, sondern nur als Zeichen, dass sich irgendetwas ändern muss. Eher eine Art Alarmsignal. Denn in der Klinik wurde es sehr deutlich: Einmal mit meiner Mutter gestritten -> 3 Tage lang immer wieder erbrechen. Diese Kenntnis wird mir hoffentlich dabei helfen, mein Leben insgesamt zu verbessern.

 

Ab sofort muss ich allerdings zweimal die Woche zum Wiegen. Denn in der Klinik wurde festgestellt, dass ich nicht nur an Bulimie, sondern auch immer noch an Anorexie erkrankt bin. Dass ich im Normalgewicht war, hing nur mit den ständigen FAs zusammen, ansonsten aß ich aber zu wenig. Als ich dann in die Klinik kam und keine Möglichkeit zu FAs hatte, habe ich sehr schnell sehr viel abgenommen. Um dem entgegenzuwirken, habe ich dann einen Plan bekommen. Das heißt, dass ich zunehmen musste und je mehr ich zunahm, desto mehr Freiheiten bzgl. Ausgang, Bettruhe und Besuch bekam ich.

Also muss mein Hausarzt mich jetzt wiegen, um zu sehen, ob ich stabil bleibe. Dabei geht es aber nicht wie bei Anorexie-Patientinnen nur um ein Gewicht, was diese nicht unterschreiten dürfen. Bei mir gibt es keine klaren Gewichtsgrenzen. Auch wenn ich plötzlich sehr schnell zunehmen würde, wäre das ein Alarmzeichen und könnte zu einem 2. Klinikaufenthalt führen. Ansonsten muss ich auch selbst dem Hausarzt erzählen, ob ich mich erbreche oder FAs habe. Das kann nämlich wie gesagt nicht immer am Gewicht erkannt werden. Auch das könnte zu einem 2.Klinikaufenthalt führen. Auch sehr starke Stimmungsschwankungen oder ein durchgängiges Tief. Schließlich war ich ja auch wegen Depressionen da.

 

Einmal wöchentlich werde ich auch noch zu einer Psychotherapeutin gehen müssen. Alle Arzt und Therapietermine laufen erst mal gegen endlos. Die Therapie kann ich abbrechen, wenn es mir sinnvoll erscheint. Und die Arzttermine werden langsam abgebaut, wenn ich stabil bleibe, aber bis sie ganz wegbleiben, kann das sehr lange dauern. Monate, Jahre..

 

Aber ich glaube wirklich, dass mir die Klinik sehr viel gebracht hat, wahrscheinlich war es eine der besten Entscheidungen meines Lebens, da hinzugehen. Denn Essen sehe ich jetzt zumindest als Lebenswichtigen Bestandteil meines Alltags an, weniger als Genussmittel oder Belohnung, die erst nach Fasten oder Sport gegessen werden darf. Und schon alleine das bringt mich weiter. Auch dass ich nicht perfekt bin, und auch nicht sein muss, dass nicht jeder mich mögen kann und ich trotzdem immer Freunde habe, das habe ich dort gelernt. Das ist eine Grundlage. Mit ihr kann ich noch viel erreichen.

 

 

2.7.13 09:56
 
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